Wunderschöne Naturerlebnisse auf Reisen: Bitte Dschungel mit Wasserfall!

Egal wohin ich reise, suche ich immer die besonderen Momente in der Natur: Den Sonnenaufgang am Meer, den exotischen Vogel morgens auf meinem Balkon-Geländer, den Delfin neben dem Boot in einer Lagune im indischen Ozean, den putzigen Flughund in dem Mangobaum direkt neben meinem Hotelfenster und vor allem die Faszination abgelegener, einsamer Strände.

Und es gibt noch etwas, von dem ich nie genug bekommen kann: Wasserfälle. In einem tropischen Dschungel. Sich klein und verletzlich zu fühlen mitten „im Bauch“ manigfaltiger Natur und zu staunen über die Höhe der Baumwipfel, die das Sonnenlicht einfach verschlucken und für ein dramatisches Dämmerlicht sorgen.  Ich liebe es, über den dampfenden Dschungelboden zu laufen und vom lautstarken Konzert der Zikaden begleitet zu werden. Und vom Rauschen des Wasserfalls, das immer näher kommt bis sich der Regenwald lichtet und den Blick auf das sprudelnde Nass freigibt. Herrlich, in einer so überwältigenden Kulisse ein Bad zu nehmen und die Zeit zu vergessen. Komm, ich zeig’Dir drei meiner Lieblings-Wasserfälle:

1. Emerald Pool / Dominica

„Ich bin im Garten Eden gelandet“, kommt mir auf der Fahrt von Dominicas Hauptstadt Roseau zum Morne Trois Pitons Nationalpark in den Sinn: Entlang der Straße wächst Obst und Gemüse wild und üppig. Avocados, Zitrusfrüchte, Kakao, Kaffee, Zimtbäume, Ananas uvm., die sogar in andere Karibikstaaten und die USA exportiert werden. Dabei hat es die Insel aufgrund ihrer Lage auch schwer, denn sie wird regelmäßig von heftigen Tropenstürmen verwüstet, zuletzt im August 2015.

Der Emerald Pool liegt ganz im Norden des Morne Trois Pitons Nationalparks, der von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde. Ein gut gekennzeichneter Weg führt in einem kurzen Spaziergang durch den faszinierenden Regenwald zu dem pittoresken Naturpool, in den sich ein 12 Meter hoher Wasserfall ergießt. Je nach Sonneneinstrahlung schimmert das Wasser türkis bis smaragdgrün und lädt ein, sich darin zu erfrischen. Ein Traum!

2. Las Escobas Wasserfall / Guatemala

Dieses kleine Naturparadies am Äquator besuche ich während meiner ersten Kreuzfahrt mit der MS Riviera. Einen ganzen Tag liegt das Schiff in Santo Thomas de Castilla – einem Containerhafen mitten im Nirgendwo. Nur 20 Minuten dauert die Fahrt im Sammeltaxi, dann ist das Ziel erreicht: Der Las Escobas Naturpark. Ein Rundweg führt durch den dichten Dschungel, dessen höchste Bäume die 40-Meter-Marke überschreiten. Auf seinem Weg vom Gipfel des 300 Meter hohen Berges Cerro San Gil in die Amatique-Bucht verwandelt sich der Fluss Las Escobas immer wieder in kleine und größere Wasserfälle.

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Das glasklare, wunderbar kühle Wasser ist perfekt für ein erquickendes Bad. Widerstand zwecklos.

3. Colo-I-Suva Forest Park / Fiji

Die Weltreise mit der MS Astor, auf der ich als Purser gearbeitet habe, führte auch mehrere Wochen durch die Südsee – für mich mit das Schönste, was unser Planet an Naturwundern zu bieten hat. Auf der Fiji-Insel Viti Levu möchte ich eigentlich den Tag an einem Strand verbringen, doch als ich am Busbahnhof einen einheimischen Polizisten nach den Abfahrtszeiten frage, muss ich mir das aus dem Kopf schlagen. Denn die Fahrt würde viel zu lange dauern für die wenigen Stunden bis zur Weiterfahrt der Astor. Ich muss wohl ziemlich enttäuscht ausgesehen haben, denn der Polizist gibt sich alle Mühe, mich aufzumuntern und fragt mich, was ich denn von einer Tour in den nahegelegenen Regenwald hielte. Dort gebe es zwar keinen Strand aber natürliche Pools zum Baden. Super Idee! Wir laden noch ein paar Crewmitglieder ein und los gehts. Iosefo – der Polizist – wird zum Chauffeur und Guide 🙂

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Den Colo-I-Suva Forest Park erreichen wir nach einer halben Stunde Fahrt. Ein schmaler Weg führt insgesamt sechs Kilometer durch den beeindruckenden Regenwald. In den vielen kleinen Pools baden vor allem einheimische Kinder und Jugendliche. Sie haben sichtlich Spaß, uns kleine Stunts zu zeigen. Die ganze Atmosphäre ist ausgelassen und voller ansteckender Lebensfreude. Wir tanken alle eine Extra-Portion Energie. Auf dem Rückweg stärken wir uns in der entzückenden Lodge des Parkes am Ufer eines kleinen Sees. Ein unvergesslicher Tag. Danke, Iosefo.

Fotos: (c) Ines Laufer

Mit diesem Beitrag nimmt das Reisejunkie-Magazin zum ersten Mal an einer Blogparade teil 🙂 Sabine hat sie auf ihrem Blog Reisespatz ins Leben gerufen und möchte noch bis zum 8. Mai die schönsten Naturerlebnisse erfahren. Danke für dieses schöne Thema, Sabine 🙂

 

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