6 Monate – 6 Lieblingsbilder

Die spannende Fotoparade, mit der Michael auf seinem Blog „Erkunde die Welt“ alle 6 Monate die schönsten Reisebilder sucht, ist für mich schon ein richtiger Indikator dafür geworden, dass wieder ein halbes Jahr vorbei ist. Dann wird mir einmal mehr bewusst, wie schnell die Zeit vergeht.

Umso mehr liebe ich die Momente des Innehaltens, des Zurückblickens und des Erinnerns. Dieses Mal bin ich dabei mit wunderbaren Erinnerungen an tolle Insel-Reisen. Es ging nach Sylt, nach Mauritius und auf das Trauminselchen Porto Santo.

Michael stellt bei dieser Blogparada verschiedene Kategorien zur Wahl. Folgende habe ich mir ausgesucht:

  • Licht
  • Farbkontrast
  • Nahaufnahme
  • Essen
  • Aussicht
  • Lieblingsfoto

Los gehts!

Licht

Die Sonnenuntergänge in dem kleinen Ort Flic en Flac im Westen von Mauritius werden jeden Tag ausgiebig gefeiert. Von Einheimischen ebenso wie von Touristen.

Es hat einfach etwas Magisches, im seidenweichen Sand zu sitzen, die Gedanken den träge an den Strand schwappenden Wellen zu überlassen und das letzte Licht des Tages mit all seinen Farben aufzusaugen.

Dieses Foto hält das besondere Licht ebenso fest wie die friedvolle Atmosphäre, die Leichtigkeit und die Seelenwärme, die hier zuhause sind.

Farbkontrast

Es ist Anfang Juli auf Sylt. Hierher bin ich vor dem gewalttätigen Wahnsinn geflüchtet, mit dem Linksradikale meine Heimatstadt Hamburg im Zuge des G20-Gipfels terrorisieren. Ich habe keine Lust auf den Ausnahmezustand, die Straßenkämpfe und kriegsähnlichen Szenarien vor meiner Haustür.

Sylt bietet ein geradezu heilsames Kontrastprogramm zu der Aggression und Destruktion. Aber auch die Natur zeigt in satten Farben, was sie in puncto Kontraste so drauf hat: Himmelblau trifft Reetdachhäuschen, trifft frisches Grün der Heckenrosen trifft lebendiges Rot der Mohnblumen. 

Das Bild habe ich in Rantum geknipst – während einer meiner zahlreichen eBike-Touren, die m.E. eine der besten Möglichkeiten bieten, jedes noch so abgelegene Eckchen der Insel mühelos zu erkunden.

Nahaufnahme

Der 9 Kilometer lange, goldene Sandstrand der zum Madeira-Archipel gehörenden Insel Porto Santo endet an der Südostspitze der Insel, an der Ponta da Calheta. Schroffe, schwarze Vulkanfelsen bilden hier einen hübschen Kontrast zum Goldsand und erzählen vom vulkanischen Ursprung der Insel. Nur wenige hundert Meter entfernt ragt die unbewohnte Insel Ilhéu da Cal knapp 200 Meter aus dem Meer.

Bei starkem Wind und Flut verwandelt sich die Meerenge zwischen den beiden Inseln in einen brodelnden Hexenkessel aus Wellen, Gischt und zornigem Wasser. Ein beeindruckendes Naturschauspiel, an dem ich mich gar nicht satt sehen und satt fotografieren konnte. 😉

Diese Nahaufnahme eines besonders frechen Brechers, der jetzt wie eingefroren scheint, gehört definitiv zu meinen Lieblingsbildern der letzten Reisen.

Essen

Die handgefertigten Pralinen, die der Chocolatier Tony Fernandes in seinem gemütlichen Kaffeehaus UauCacau in Madeiras Hauptstadt Funchal kredenzt, erinnern eher an farbenfrohe kleine Kunstwerke als an bloße Schokoladenhäppchen.

Zwischen 0,50 Euro und 0,70 Euro kosten die guten Stücke und können entweder sicher verpackt als Mitbringsel die Weiterreise antreten oder direkt vor Ort genascht werden, zum Beispiel mit einem frisch gebrühten, leckeren Kaffee. Köstliche Kuchen und Torten gibt es ebenfalls. Viel Spaß bei der Qual der Wahl!

Aussicht

Einer meiner Lieblings-Aussichtspunkte auf Porto Santo ist der Miradouro da Portela im Nordosten der Insel.

Von hier oben – aus fast 200 Meter Höhe – kann der Blick ungehindert über die gesamte Insel schweifen, über das niedliche Städtchen Vila Baleira mit seiner markanten Seebrücke, den kilometerlangen Strand entlang bis auf Porto Santos Westseite.

Obwohl ich mit dem eBike unterwegs war, musste ich ganz schön strampeln, um hier oben anzukommen, denn die Straße ist recht steil. Der Ausblick entschädigt jedoch sofort für die Strapazen.

Lieblingsfoto

Für das Lieblingsbild geht es noch einmal zur Ponta da Calheta in Porto Santos Süden.

Das, was hier aussieht wie eine riesige, zum Meer hin offene Höhle ist in Wirklichkeit ein Felsen am Strand, der vom Wasser ausgehöhlt wurde und eine Felsenbrücke bildet. Die Öffnung ist jedoch so niedrig, dass nicht einmal ein Kind darin stehen könnte. Mit dem richtigen Winkel ergibt sich jedoch ein Bild wie dieses. 🙂

Ich mag das Bild besonders deshalb, weil es die faszinierende Mystik und Kraft der Natur festhält, die sich auf Porto Santo noch an vielen Orten ungestört entfalten kann.

Zugaben 1,2,3…

Tier-Schnappschuss

Die kleine Eidechse nimmt das Mäulchen ganz schön voll mit Kekskrümeln, die wohl so verlockend sind, dass das Tierchen seine Scheu vergisst und schnell auf den Teller meiner Espressotasse klettert. Die süßen Reptilien fühlen sich auf Madeira und Porto Santo pudelwohl. Sie vertilgen nicht nur Insekten und Spinnen, sondern sorgen auch dafür, dass es die gefährliche, durch Zecken übertragene Borreliose praktisch nicht gibt.

Spiegel-Schnappschuss

Der Infinity-Pool des Hotels Villas Caroline in Flic en Flac auf Mauritius wirkt an windstillen Tagen wie ein Spiegel und reflektiert die umstehenden Palmen. Schön, finde ich, darum schafft es das Bild auch als Zugabe in diese Fotoparade.

Stadt-Schnappschuss

Diese Café-Szene habe ich am „Bauernmarkt“ Mercado dos Lavradores in Funchal festgehalten. Der perfekte Ort für eine erfrischende Pause nach einem ausgiebigen Einkaufsbummel.

Hier herrscht den ganzen Tag über reges Treiben. Auf zwei überdachten Etagen bietet der Markt das Beste von Madeira: exotische Früchte, Blumen, Fisch und Meeresfrüchte und Gewürze. Die Wände sind mit typisch portugiesischen Fliesen verziert, die in der berühmten Keramikfabrik von Sacavém in Lissabon hergestellt wurden.

 

Fotos: (c) Ines Laufer

 

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