Love Miami Beach

Das mit Floridas „Magic City“ ist Liebe auf den ersten Blick. Dabei ist sie gar nicht mein eigentliches Reiseziel sondern „nur“ Starthafen für eine Kreuzfahrt in die Karibik. Schon beim Landeanflug bin ich hin und weg von der beeindruckenden Skyline am glitzernden Atlantik. Zum Glück habe ich mehr als einen Tag für den Aufenthalt hier eingeplant. Am Flughafen wartet schon mein Transfer-Fahrzeug, ein Kleinbus von SuperShuttle. Das hatte ich schon online im Voraus gebucht. Ganze 22 Dollar (ca. 19,50 Euro) kostet die Fahrt über die Biscayne Bay mach Miami Beach zu meinem Appartment in der Collins Avenue 5445, mitten auf der berühmten Millionaire’s Row. Das habe ich über airbnb gebucht für rund 90,-Euro am Tag. Ein richtiges Schnäppchen, finde ich, im Vergleich zu den stattlichen Übernachtungspreisen der Hotels.

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„Boah, was für ein hässlicher Kasten“ – denke ich beim ersten Anblick des Castle Beach Club-Komplexes, der mein Appartment beherbergt. Das Gebäude scheint seine besten Jahre schon lange hinter sich zu haben und wirkt eher chabby als chic. In der Tat ist es Baujahr 1967 und debütierte als „Hilton Palace“, bevor sich Playboy Hugh Hefner in den Siebzigern in die Penthouse Suite einmietete und es in „Playboy Plaza“ umtaufte.

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Vor einigen Jahren musste Castle Beach Club geschlossen werden, weil so viele Baumängel festgestellt wurden, dass es als unbewohnbar eingestuft wurde. Seit der Renovierung und Wiedereröffnung 2006 beherbergt das Gebäude überwiegend private Appartments sowie einige Hotels und wird nach und nach wieder richtig flott gemacht.

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So strahlt beispielsweise der ursprüngliche „Aufzug des Grauens“ (links) mittlerweile in neuem, verspiegelten Glanz (rechts). Nach und nach gewöhne ich mich an mein klobiges „Heim-auf-Zeit“ und will schließlich gar nicht mehr weg 🙂 Warum? Weil ich hier die perfekte Mischung dessen erlebe, was mich an Miami am meisten fasziniert: Auf der einen Seite das pulsierende Flair einer Großstadt (siehe die achtspurige Collins Avenue direkt vor dem Gebäude) und auf der anderen Seite geradezu idyllisches Strandleben, das sich unmittelbar hinter dem Komplex abspielt.

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Im Gegensatz zum meist hoffnungslos überlaufenen South Beach verirren sich an diesen Strandabschnitt eher wenige Sonnenanbeter. Sobald ich die Füße in den warmen, weichen Sand grabe und den Blick über das Meer bis zum Horizont schweifen lasse, vergesse ich völlig, mitten in einer Millionenmetropole zu sein. Das Mittags-Sandwich teile ich mit ein paar hungrigen Möwen, die geduldig warten, bis sie ein paar Krümel abbekommen. Danach ein kleines Nickerchen im Schatten, mehr geht nicht 🙂

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Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber von so lässigen Strandtagen kann ich gar nicht genug bekommen. Doch Miami hat so viel mehr zu bieten – das kann ich mir nicht entgehen lassen: Also los! Mit dem Bus fahre ich nach SouthBeach, bummle gemütlich über den Ocean Drive, lass’mich durch das quirlige Artdeco-Viertel treiben. Als ich von Miami Beach nach Miami Downtown fahre, über zahlreiche Kanäle und Brücken der Biscayne Bay, vorbei an prunkvollen Anwesen und Wassergrundstücken mit ungeduldig schaukelnden, blitz-weißen Yachten, streift mich der Spirit der 90er-Jahre-Kultserie „Miami Vice“: Ist der coole Typ dort im Speedboot nicht Don Johnson? 😉

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Auf die Abende freue ich mich immer besonders: Erst den Sonnenuntergang bei einem Spaziergang am fast menschenleeren Strand erleben, danach in der Riki Tiki Bar am Pool ein frisch gegrilltes Steak und eisgekühlten Rosé ordern, relativ früh (weil Jetlag und so), erschöpft und glücklich ins Bett sinken und es kaum erwarten können, am nächsten Morgen pünktlich zum Sonnenaufgang wieder hellwach zu sein.

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Tipp:

Falls Du jetzt Lust bekommen hast, Dich bei Deiner nächsten Reise nach Miami ebenfalls im Castle Beach Club einzuquartieren, sind hier , hier, hier und hier die Links zu ein paar bezahlbaren und gut bewerteten Appartments von airbnb. Dieses und das hier hat sogar einen der raren Balkone mit Blick über den Atlantik. Viel Spaß und ich freue mich, wenn Du mir von Deinen eigenen Erlebnissen breichtest.

Folge mir auch gerne zu einem perfekten Tag in Miami, hier.

Fotos: (c) Ines Laufer

 

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